Neo von Terra | Aktuelles | Kabarett | Schauspielunterricht | Goldmann | Projekt RealTheater | Malerei| Texte | Songs | Videos | Vita | Presse | Kontakt | Datenschutz | Impressum <=
Zurück zu http://www.radikaler-konstruktivismus.de/radikalerkonstruktivismus2.html Beispiel
einer kollektiven Befreiungsübung Bedienungsanleitung
zum Text - und um Missverständnissen vorzubeugen: Besonders
für Unerfahrene im Bereich Schauspiel lohnt es sich, nicht mit dem
lesen abzubrechen, wenn etwas nicht sofort einleuchtet, weiter unten wird
dies erklärt. Die Hälfte des Textes sollte unbedingt gelesen
werden, um zu verstehen worauf Keith Johnstone bei diesem Spiel hinaus
will.
Die "Gruppen-Ja" Übung von
Keith Johnstone: aus Keith Johnstones Buch "Theaterspiele":
„Ursprung:
Der durchschnittliche Mensch ist so negativ, daß ich mich fragte,
wie wohl eine total positive Gruppe sein würde. Das
klingt vielleicht wie Zwang, aber wenn jemand vorschlägt: „Lasst
uns uns gegenseitig kitzeln“ - „JAAAAA!“ -, und jemand
hat die Nase voll vom Kitzeln, kann er immer rufen: „Lasst uns aufhören!“
Und wenn jemand einen beleidigenden Vorschlag macht, löst sich die
Gruppe auf. Da
alle negativen Ideen wegfallen, steigert sich die Energie der Gruppe,
und sie beginnen, mit halsbrecherischer Geschwindigkeit “Sensibilitätsspiele“
zu erfinden und wiederzuentdecken. Dieses Spiel basiert auf der Entscheidungsfindung bei bestimmten Naturvölkern, wo Entscheidungen durch Einstimmigkeit und nicht durch Wahl getroffen werden., und nach einiger Zeit ähnelt es wirklich „primitiven“ Ritualen von Eingeborenen. Einzelne werden ausgewählt und herumgetragen oder geopfert und wieder auferweckt (wenn die Gruppe damit anfängt, unbeliebte Schüler zu isolieren, stimmt etwas nicht). Ich habe dieses Spiel mit sehr großen Gruppen gespielt (an den „Fishponds“ in Bristol zum Beispiel). „Stämme“ tobten über das Gelände, versetzten den Platzwart in Alarm, erlebten unterschiedliche Abenteuer, vereinigten sich und trennten sich wieder. Setzen
Sie das Spiel ein um Geschichten hervorzubringen. Wenn es schneller gehen
soll (bei öffentlichen Aufführungen), lassen Sie die Gruppe
sagen: „JA! UND...“ Der
Lehrer sollte auf mögliche Gefahren achten. Beim schreiben fällt mir ein, daß es eine gute Idee wäre, zwei oder mehr Ja-Spiel-Gruppen nebeneinander zu haben, so daß ein Schüler, dem ein Vorschlag nicht gefällt, statt auszuscheiden zur anderen Gruppe wechseln kann. Die Gruppe, die am Ende die meisten Mitglieder hat, gewinnt das Spiel. Anhand der Heiterkeit, die beim Gruppen-Ja-Spiel entsteht, können Sie Ihren Schülern erläutern, wie negativ ihre gewohnheitsmäßigen Interaktionen sind. Ich empfehle dieses Spiel wärmstens.“ ....................
Und ich empfehle Keith Johnstone,
dessen Workshop-Arbeit ich persönlich kenne, wärmstens, und
seine hervorragenden Bücher
Zurück zu => http://www.radikaler-konstruktivismus.de/radikalerkonstruktivismus2.html Neo von Terra | Aktuelles | Kabarett | Schauspielunterricht | Goldmann | Projekt RealTheater | Malerei| Texte | Songs | Videos | Vita | Presse | Kontakt | Datenschutz | Impressum |
||